Fan Rotor Revision

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Die Wartung von Ventilatoren in Windkanälen vor Ort

Ca. alle 10 Jahre müssen die Rotoren von Windkanälen einer „großen Wartung“ unterzogen werden. Dabei ist z.B. auch ein Lagertausch vorgesehen. Die herkömmliche Methode des Fanrotorausbaus in Windkanälen ist das Öffnen des Gebäudedaches, um über die so entstehende Öffnung den kompletten Rotor mittels Kran auszuheben. Nach erfolgten Arbeiten am Fan (meist in externer Werkstatt) wird dieser anschließend wieder über dieselbe Öffnung rückeingebracht – gleiches Vorgehen also wie bei der Erstmontage.

Die S. Bleyer GmbH (Deutschland) und ihr Partner Wenger Lüftungstechnik GmbH (Österreich) haben eine Methode entwickelt und auch bereits realisiert, um die Motoren von Ventilatoren in Windkanälen zu überholen, ohne den Kanal auf klassische Weise zu öffnen, den Ventilator durch das geöffnete Dach der Anlage herauszuheben, den Ventilator in eine Werkstatt zu bringen, den Motor zu überholen und ihn wieder einzubauen. 

Stattdessen werden Bug und Heck des Ventilators jetzt in situ, d.h. im Kanal selbst, ausgebaut, so dass der Zugang zum Motorgehäuse und zur Welle offen ist und die Lager gewechselt werden können. Die Methode erlaubt es, Nase des Ventilators mit einer seitlichen Stabilität und Genauigkeit von 0,2 mm in Längsrichtung zu verschieben.

Die Last der ausgebauten Teile muss nicht durch den Tunnel selbst getragen werden, sondern die schwere Last wird durch den Tunnel geführt und schließlich durch das Fundament der Anlage getragen. Das Verfahren ist wesentlich kostengünstiger und zeitsparender als die konventionelle Methode und hat sich bereits bei einem Windkanalventilator mit 4,7 m Durchmesser bei BMW in München bewährt. Die Technologie und der Service werden inzwischen weltweit angeboten.